BIP (Bruttoinlandsprodukt)
Das BIP misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Land in einem Zeitraum produziert. Sein Wachstum zeigt, wie gesund die Wirtschaft ist.
Das BIP wird in der Regel vierteljährlich veröffentlicht. In den USA legt das BEA rund einen Monat nach Quartalsende eine erste Schätzung vor, gefolgt von zwei Revisionen. Die US-Zahl ist annualisiert, während Eurozone und Deutschland eine nicht annualisierte Veränderung zum Vorquartal melden.
Zwei Quartale mit Rückgang in Folge gelten oft als Zeichen einer Rezession, auch wenn das nicht überall die offizielle Definition ist.
Das BIP ist ein nachlaufender Indikator: Es beschreibt die Vergangenheit. Die Märkte bevorzugen deshalb oft vorlaufende Indikatoren wie die PMIs. Weicht es deutlich von den Erwartungen ab, kann es trotzdem kräftige Bewegungen auslösen, besonders bei der ersten Schätzung.