Leitzins
Der Leitzins ist der Zinssatz, mit dem eine Notenbank die Kosten des Geldes in der Wirtschaft steuert. Er beeinflusst Währungen stark.
Jede Notenbank hat ihren Referenzzins: das Zielband der Fed Funds in den USA, den Einlagensatz bei der EZB, die Bank Rate bei der Bank of England. Hebt sie ihn an, bremst sie Kredit und Inflation; senkt sie ihn, stützt sie die Konjunktur.
Für Währungen ist er ein zentraler Treiber. Eine Währung, deren Zinsen steigen oder steigen dürften, zieht Kapital an und wertet tendenziell auf. Entscheidend sind vor allem die Erwartungen: Eine längst erwartete Erhöhung bewirkt am Tag selbst oft wenig.
Die Zinsdifferenz zwischen zwei Währungen bestimmt außerdem den Swap deiner Positionen über Nacht. Wer Leitzinsen verfolgt, versteht also auch seine Haltekosten besser.