Quantitative Lockerung (QE)
Bei der quantitativen Lockerung kauft eine Notenbank in großem Umfang Anleihen, um die langfristigen Zinsen zu senken.
Liegen die Leitzinsen schon nahe null, kann eine Notenbank anders eingreifen: Sie kauft Staats- oder Unternehmensanleihen mit neu geschaffenem Geld. Fed, EZB, BoE und BoJ haben das nach 2008 und 2020 in großem Stil getan.
QE drückt die Renditen, stützt riskante Anlagen und schwächt tendenziell die betroffene Währung. Das Gegenteil, die quantitative Straffung (QT), bedeutet, die Bilanz zu verkleinern, indem fällige Anleihen nicht reinvestiert oder sogar verkauft werden.
Für Trader können Ankündigungen zu Änderungen dieser Programme genauso viel bewirken wie ein Zinsentscheid. Lies deshalb bei jeder Notenbanksitzung auch die Aussagen zur Bilanz, nicht nur die Zinsentscheidung selbst.