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Freetrade
Broker-TestAktualisiert am 21. Mai 2026· 5 Min. LesedauerEndnote : 6.5/10

Freetrade Erfahrungen 2026: Unser Komplett-Test

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Freetrade Erfahrungen 2026: Unser Komplett-Test

Zuletzt aktualisiert: 01/2026 | siehe das vollständige Broker-Profil

Freetrade ist ein britischer Neobroker, der seit 2016 am Markt ist und sich vor allem im UK-Raum einen soliden Ruf aufgebaut hat. Wer nach Freetrade Erfahrungen sucht, stößt schnell auf ein Angebot, das sich auf Aktien und ETFs konzentriert – ohne CFDs, Forex oder Derivate. Dieser Freetrade Test zeigt, ob der Broker auch für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz relevant ist.


Über Freetrade

Freetrade Limited wurde 2016 in London von Adam Dodds, Viktor Nebehaj und David Latham gegründet. Das Unternehmen positioniert sich als Neobroker mit Freemium-Modell: Standardaufträge auf UK- und US-Aktien sind kostenfrei, erweiterte Funktionen sind über monatliche Abonnements zugänglich.

Ein wichtiger Meilenstein: 2024 wurde die Übernahme durch die IG Group angekündigt, die 2025 abgeschlossen wurde. Das verleiht dem Unternehmen eine solidere Basis. Freetrade zählt nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Millionen Kunden – vorwiegend im Vereinigten Königreich.

Der Broker richtet sich primär an Langzeitanleger, die in Aktien und ETFs investieren möchten, und nicht an aktive Trader.


Regulierung und Einlagensicherheit

Freetrade wird von der britischen Financial Conduct Authority (FCA) reguliert – einer der angesehensten Finanzaufsichtsbehörden weltweit.

Regulierungsbehörde Land Lizenznummer
FCA (Financial Conduct Authority) Vereinigtes Königreich 783189

Kundengelder werden getrennt von Unternehmensgeldern verwahrt. Im Insolvenzfall greift das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) und schützt Einlagen bis zu 85.000 GBP pro Kunde.

Ein Schutz vor negativem Kontostand ist nicht vorgesehen – angesichts des fehlenden Hebelprodukts-Angebots ist das jedoch ohne praktische Relevanz.

Für Anleger aus der DACH-Region: Freetrade ist über den EU-Pass in mehreren europäischen Ländern tätig, darunter Deutschland. Das regulatorische Fundament ist solide, jedoch gelten britische Regulierungsstandards nach dem Brexit nicht mehr automatisch als EU-äquivalent.


Handelskonditionen

Freetrade verfolgt ein Provisionsmodell ohne klassische Spreads. Es fallen keine Ordergebühren auf Standardaufträge an – die Kosten entstehen durch Wechselkursgebühren (FX-Gebühren) bei Fremdwährungsgeschäften.

Kontomodelle im Überblick

Kontotyp Monatliche Gebühr FX-Gebühr Besonderheiten
Basic (Standard) 0 GBP 0,99 % Grundzugang, keine ISA
Standard 5,99 GBP 0,59 % ISA-Konto inklusive
Plus 11,99 GBP 0,39 % ISA + SIPP inklusive
  • Mindesteinlage: 0 GBP
  • Hebel: nicht verfügbar (0x)
  • Basiswährungen: GBP, EUR, USD
  • Fraktionale Aktien (USA): ab 1 GBP

Die FX-Gebühren sollten Anleger aus der DACH-Region besonders beachten: Bei häufigen US-Aktieninvestitionen summieren sich 0,99 % (Basic) merklich.


Handelsplattformen

Freetrade setzt konsequent auf einen Mobile-First-Ansatz. Eine Desktop-Anwendung steht nicht zur Verfügung.

Plattform Web Mobile Desktop
Freetrade App Ja Ja (iOS/Android) Nein

Die App wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als benutzerfreundlich und übersichtlich. Sie eignet sich gut für Buy-and-Hold-Anleger, die ihr Portfolio von unterwegs verwalten möchten.

Verfügbare Tools in der Plattform:

  • ISA (Stocks & Shares ISA, bis 20.000 GBP/Jahr steuerfrei – UK-spezifisch)
  • SIPP (Self-Invested Personal Pension – UK-Rentenkonten)
  • Investitionspläne (automatisiertes Sparen)
  • Fraktionale Aktien für US-Werte
  • Push-Benachrichtigungen

Für aktive Trader oder technische Analysten ist die Plattform allerdings ungeeignet. Charting-Tools, Indikatoren oder algorithmischer Handel sind nicht verfügbar.


Verfügbare Instrumente

Das Angebot von Freetrade konzentriert sich klar auf Aktien und ETFs. CFDs, Forex, Kryptowährungen und Derivate fehlen vollständig.

Anlageklasse Verfügbarkeit
Aktien UK (LSE, AIM) Ja, umfangreich
Aktien US (NYSE, NASDAQ) Ja
ETFs 400+
Anleihen 50+
Forex-Paare Nicht verfügbar
CFDs Nicht verfügbar
Kryptowährungen Nicht verfügbar
Futures / Optionen Nicht verfügbar
Rohstoffe Nicht verfügbar

Gesamtinstrumente: Über 6.200 Aktien und ETFs aus UK und USA.

Das Angebot an europäischen Titeln (DE, FR, IT, etc.) ist begrenzt. Wer gezielt deutsche oder europäische Aktien kaufen möchte, wird möglicherweise nicht fündig.


Ein- und Auszahlungen

Freetrade bietet mehrere Einzahlungsmethoden und erhebt keine Gebühren auf Ein- oder Auszahlungen.

Einzahlungsoptionen:

  • SEPA-Überweisung
  • Bankkarte
  • Apple Pay
  • Google Pay
  • Open Banking

Auszahlungen:

  • Methode: SEPA-Überweisung
  • Gebühr: kostenlos
  • Bearbeitungszeit: 1–2 Werktage

Keine Inaktivitätsgebühren. Die Kontoführung ist im Basic-Tarif vollständig kostenlos, sofern keine Fremdwährungsgeschäfte anfallen.


Kundenservice und Schulung

Der Kundensupport ist auf Werktage beschränkt und ausschließlich über digitale Kanäle erreichbar.

Merkmal Details
Erreichbarkeit Montag–Freitag, 8:00–18:00 Uhr
Kanäle In-App-Chat, E-Mail
Sprachen EN, FR, DE, IT, ES, NL, SV

Telefonischer Support ist nicht vorgesehen. Die Reaktionszeiten per E-Mail sind laut Nutzerbewertungen durchwachsen. Der deutschsprachige Support ist vorhanden, aber nicht primär.

Bildungsangebot:

  • E-Books: verfügbar
  • Videos: verfügbar
  • Webinare: begrenzt
  • Demokonto: nicht verfügbar

Das Fehlen eines Demokontos ist ein spürbarer Nachteil. Anfänger müssen direkt mit echtem Kapital starten, was den Einstieg erschwert.


Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Ordergebühren von 0 GBP für UK- und US-Aktien (Basic-Plan)
  • FSCS-Einlagensicherung bis 85.000 GBP
  • Fraktionale US-Aktien ab 1 GBP
  • Übernahme durch IG Group erhöht die Stabilität
  • Keine Mindesteinlage
  • Keine Inaktivitätsgebühren
  • Mehrsprachige App (inkl. Deutsch)

Nachteile

  • Kein CFD-, Forex-, Krypto- oder Derivate-Angebot
  • Kein Desktop-Client
  • FX-Gebühr im Basic-Tarif 0,99 % (für DACH-Anleger relevant)
  • Kein Demokonto
  • Begrenzte Bildungsressourcen
  • Europäische Aktien (DE, FR, etc.) nur eingeschränkt verfügbar
  • ISA und SIPP sind steuerliche UK-Produkte ohne Nutzen für DACH-Anleger

Häufige Fragen

Ist Freetrade seriös? Ja. Freetrade ist FCA-reguliert (Lizenz 783189) und seit 2025 Teil der IG Group. Kundengelder sind durch das FSCS bis zu 85.000 GBP geschützt.

Kann ich als Anleger aus Deutschland Freetrade nutzen? Grundsätzlich ja, da Freetrade über den EU-Pass in Deutschland tätig ist. Die Plattform und der Support sind auf Deutsch verfügbar. Steuerliche Besonderheiten (z.B. deutsche Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag) müssen Anleger jedoch eigenständig berücksichtigen – eine automatische Steuerabführung ans deutsche Finanzamt erfolgt nicht.

Gibt es ein Demokonto? Nein. Freetrade bietet kein Demokonto an. Der Einstieg erfolgt direkt mit echtem Kapital.

Was kostet Freetrade monatlich? Das Basic-Konto ist kostenlos. Das Standard-Konto kostet 5,99 GBP/Monat, das Plus-Konto 11,99 GBP/Monat.

Welche Steuerpflichten entstehen für DACH-Anleger? Kursgewinne und Dividenden unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer (25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag). Da Freetrade keine inländische Depotbank ist, sind Anleger in der Regel selbst zur Deklaration in der Steuererklärung verpflichtet.


Fazit

Gesamtbewertung: 6,5/10

Freetrade ist ein solider Neobroker für langfristig orientierte Anleger, die primär in britische und US-amerikanische Aktien investieren möchten. Die FCA-Regulierung, die FSCS-Absicherung bis 85.000 GBP und die kostenfreien Standardorders sind klare Pluspunkte. Die Übernahme durch die IG Group verleiht dem Broker zusätzliche Stabilität.

Für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind jedoch wesentliche Einschränkungen zu beachten: Das Angebot europäischer Aktien ist dünn, ein Demokonto fehlt, und die steuerlichen UK-Produkte (ISA, SIPP) bieten für DACH-Nutzer keinen Mehrwert. Die FX-Gebühr von 0,99 % im Basic-Tarif ist für Anleger, die regelmäßig in US-Aktien investieren, spürbar.

Der Freetrade Erfahrungsbericht fällt damit differenziert aus: Als ergänzendes Depot für UK- und US-Aktien kann Freetrade interessant sein. Als Hauptbroker für DACH-Anleger empfehlen sich Alternativen mit breiterem europäischen Angebot und automatischer Steuerabführung.

Trading birgt das Risiko von Kapitalverlusten.


Artikel verfasst vom Analyse Trading-Team (@analysetrading) · Aktualisiert am 01/2026 · siehe das vollständige Broker-Profil

Hinweis: Trading birgt ein hohes Verlustrisiko. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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